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Informationsbesuch im Diakonissen- Stiftungskrankenhaus in Speyer

Veröffentlicht am 27.09.2020 in Aktuell

Am Freitag besuchte Walter Feiniler das Diakonissen Stiftungs-Krankenhaus in Speyer. Mit ihm zusammen informierten sich die Fraktionskolleginnen Martina Queisser und Inge Trageser-Glaser sowie Friederike Ebli über aktuelle Entwicklungen und Anliegen aus Sicht von Vorstand und Ärzteschaft.

Auf Seiten der Gastgeber waren dabei:
Wolfgang Walter, Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführer Jonas Sewing, Pflegedirektorin Brigitte Schneider, Ärztlicher Direktor Dr. med. Harald Schwacke, die ärztliche Leiterin der „Stroke Unit“ ,Oberärztin Dr. med. Nadine Wenz, der Leiter der Chest Pain Unit, Oberarzt  Dr. med. Thomas Müller, der ärztliche Leiter der Notaufnahme, Dr. Jürgen Majolk.

Medizinische Versorgung auf hohem Niveau in Speyer

Ziel des „Diak“ ist es, in der Region und darüber hinaus Krankenhausleistungen auf hohem Qualitätsniveau anzubieten. Walter Feiniler und seine Fraktionskolleginnen erhielten Einblick insbesondere in die Bereiche Kardiologie, Schlaganfallversorgung und Notaufnahme.

Unter dem Begriff Chest Pain Unit wurden zertifizierte Einheiten entwickelt nach nationalen Qualitätsstandards, die garantieren, dass eine Behandlung auf gleichem Standard individuell erfolgen kann.

Die Kardiologie verfügt über zwei hochmoderne Herzkathetermessplätze, an denen alle gängigen Untersuchungen der modernen Kardiologie in großer Anzahl täglich durchgeführt werden.

Davon konnten sich die Besucher*innen bei einem Rundgang durch mehrere Abteilungen selbst ein Bild machen.

Für die Versorgung von Patientinnen mit Schlaganfällen oder möglichen Hirnblutungen gibt es so genannte Stroke Units (Schlaganfalleinheit).

Sie sollen die schnelle und umfassende Schlaganfallversorgung gewährleisten.

Interessant war auch  die Schilderung des Vorgehens bei einer Notaufnahme.

Nach Ankunft eines Patienten wird die Dringlichkeit seiner Behandlung nach dem „Triage- System“  eingeschätzt. Patienten werden nicht in der Reihenfolge Ihres Eintreffens, sondern entsprechend der  Dringlichkeit behandelt. Akut lebensbedrohliche Erkrankungen werden von einem fachlich qualifizierten interdisziplinär geführten ärztlichen Team gemeinsam mit speziell ausgebildetem Pflegepersonal behandelt. Jährlich werden rund 40.000 Notfallpatienten versorgt.

 

 Diak als Arbeitgeber

Neben der medizinischen Versorgung ist das „Diak“ ein Arbeitgeber von großer Bedeutung für Speyer, mit über 1500 Mitarbeiter*innen und einer großen Zahl an Ausbildungsplätzen.

Um die vielen berufstätigen Mütter, die im „Diak“ arbeiten zu unterstützen, ist eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr wichtig- hier gibt es eine langjährige Zusammenarbeit von  Stadt und Diakonissen.

Zunehmend schwieriger wird es, Arbeitskräfte allein aus dem Inland anzuwerben, auch Migrantinnen werden für Pflegeberufe eingesetzt. Dabei bemüht man sich in einem extra für den Pflegeberuf konzipierten Sprachkurs mit dem VFBB in Speyer, die Sprachkompetenz für Interessentinnen am Beruf in der Pflege zu verbessern.

 

Zukunft , was bewegt die Geschäftsführung

Natürlich will man die Bedeutung, den hohen Standard in der Versorgung und die Beschäftigtensituation halten bzw noch ausbauen.

Wichtig wäre, dass der Bau einer neuen Rettungswache auf dem Campus des Diakonissen- Stiftungskrankenhauses rasch vorangetrieben wird. Ein Ziel in naher Zukunft ist auch der Bau eines Wohnheims auf dem Gelände für Auszubildende. Vorübergehend gibt es im ehemaligen Tor zur Pfalz die Gelegenheit, ehemalige Hotelzimmer für den Zweck der Unterbringung der Auszubildenden zu nutzen, worüber man sehr froh ist.

Das Diak musste nach Sperrung der Rheinbrücke einen Belegungsrückgang in Kauf nehmen, dazu kam Corona.

Die Pandemie brachte etliche Erschwernisse in den Abläufen, natürlich mit Kosten verbunden. Eine optimale Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wäre wünschenswert; hier besteht Verbesserungsbedarf, da der Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes derzeit viel zu groß ist. Walter Feiniler betont, dass sich die SPD für eine Reorganisation der Behörde am Standort Speyer einsetzt. Die Wiedereröffnung der Brücke wird sehnlichst erwartet, damit auch Patienten aus dem Badischen wieder leichter den Zugang zum Krankenhaus finden.

Sorgen bereitet dem Diakonissenkrankenhaus das Thema „Integrierte Notfallzentren“, ein Zukunftskonzept von Bundesgesundheitsminister Spahn. In Speyer könnte es in der Zukunft mehr Schaden als Nutzen bringen, so wird befürchtet. Nur an ausgewählten Standorten wird es diese Zentren geben- auch in Speyer? Dazu besteht Gesprächsbedarf, denn es soll vermieden werden, dass künftig Notfallpatienten an auswärtige Standorte gebracht werden müssen.

 

Covid 19 kills at home- diese Aussage teilt man auch in Speyer. Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Beginn der Corona- Pandemie und der Zunahme von tödlichen Herz- Kreislaufversagen zu Hause, weil die gefährdeten Menschen nicht mehr ins Krankenhaus gehen wollen. Geschäftsleitung und Ärzteschaft wünschen sich, dass Patienten sich nicht scheuen, wegen  nötiger Behandlungen das Krankenhaus aufzusuchen. Die Ansteckungsgefahr im Krankenhaus sei äußerst gering.

Mit vielen neuen Eindrücken und mit etlichen wichtigen Anliegen, um die sich Walter Feiniler kümmern will, verabschiedete sich die SPD- Besuchergruppe.

Walter Feiniler und seine Kolleginnen bedanken sich sehr herzlich für die umfassenden Informationen und die Zeit, die sich Geschäftsführung und die betreffenden Ärzte und Ärztinnen für das Gespräch uns den Rundgang genommen haben.

 

 

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