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Speyerer tolerieren keine Rechtsextremisten - Nazi-Parolen gehen im Lärm der Trillerpfeifen unter

Veröffentlicht am 01.05.2012 in AntiFa/Migration

Fast den ganzen Tag kreiste ein Polizeihubschrauber über der Speyerer Innenstadt und mehrere Hundert Polizisten aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg machten die alte Kaiserstadt am 1. Mai zu so etwas wie einer Festung. Nachdem ein rechtes Aktionsbündnis angekündigt hatte, am Tag der Arbeit in Speyer-West eine Kundgebung abhalten zu wollen, gingen die Sicherheitsexperten kein Risiko ein, wollten von vorne herein jegliche direkte Konfrontation zwischen Nazis und Gegendemonstranten unterbinden.

Die Stadthalle wurde zum Einsatzzentrum und vor allem Rund um den Berliner Platz standen mehrere Hundert Polizisten gut zweihundert Rechten gegenüber. Etwa 200 Gegendemonstranten hatten sich ebenfalls am Berliner Platz eingefunden und empfingen die vom Bahnhof her marschierenden Braunen mit Trillerpfeifen und "Nazis-Raus-Rufen". Die Redner der Rechten waren unter dem ohrenbetäubenden Lärm den Gegner kaum zu hören, deren deutschtümelnde und ausländerfeindliche Parolen gingen im Getöse der Trillerpfeifen weitgehend unter.

Derweil hatten sich die Teilnehmer der Mai-Veranstaltung in der Walderholung formiert, um im einem Demonstrationszug Richtung Siemensbrücke zu marschieren, voraus die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger. Von der Polizei gegen Übergriffe abgeschottet, wandte sich der Oberbürgermeister von einem Lastwagen aus an die Menschen.

Er sprach davon, dass rechtsradikale Gruppierungen den traditionellen Kampftag der Gewerkschaften für ihre fremdenfeindlichen, reaktionär-nationalistischen Zwecke umfunktionieren wollten. Das dürfe Speyer nicht tolerieren: "Sie alle sind mir Beweis dafür, dass die demokratischen Kräfte dieser Stadt rechtsextremistisches Gedankengut hier nicht tolerieren werden."

Speyer sei eine Stadt, deren Geschichte Toleranz der Völker und Religionen lehre, stehe für Weltoffenheit und die Begegnung der Kulturen, so das Stadtoberhaupt. Er bezeichnete das Entstehen einer multikulturellen Gesellschaft als eine Bereicherung, denn man könne viel voneinander lernen.

Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die antidemokratischen Parolen der Rechten Gehör fänden, die unter dem Deckmäntelchen sozialpolitischer Parolen daherkämen: "Polemische und einfache Antworten auf Bildungs- und soziale Fragen gibt es nicht", so Eger.

 

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